Gedicht: Auf den billigen Plätzen

Auf den billigen Plätzen

Auf den billigen Plätzen haben wir am liebsten gesessen,
Immer am Reden, Trinken, Rauchen, Essen.
Fleißig am Lästern über die Leute von heute
und den Schnee von gestern.

Wir haben verlernt, einander zu schätzen,
und stattdessen angefangen,
uns mit wenig Worten zu vergrätzen,
stoisch  zu verlangen,
dass wir uns immer noch alles erzählen.

Ob sich Bekannte verloben, verlassen, vermählen
oder Kinder kriegen, Häuser bauen,
sich das Leben nehmen,
Scheiße statt Häuser bauen,
das alles gilt es zu erwähnen,
wenn wir da sitzen, wo wir immer saßen
mit müden Zungen, heimlich gähnen
und uns ein bisschen hassen,
weil wir immer noch hier sind.

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